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Melittin

1 Definition

Melittin ist ein kationisches Polypeptid und stellt mit 50-70% den größten Anteil am Bienengift dar. Melittin gehört unter anderem zur Gruppe der porenbildenden Toxine.

2 Struktur

Melittin hat die Summenformel C131H230N39O31 und besteht aus 26 Aminosäuren. Die genaue Sequenz lautet:

Die Molekülmasse beträgt 2848 Da.

3 Wirkung

Melittin hat eine Vielzahl verschiedener Effekte. Unter anderem lagert es sich in die Zellmembran ein, indem es mit negativ geladenen Phospholipiden interagiert. Es hemmt die Natrium-Kalium-ATPase und die Protonen-Kalium-Pumpe und erhöht die Membranpermeabilität für Na+ und Ca2+-Ionen.[1]

4 Medizinische Bedeutung

Melittin soll eine antivirale Wirkung gegen HIV besitzen und die Replikation von HI-1-Viren auf Zellkulturen in einer bestimmten Konzentration hemmen, ohne dabei die Zellen zu zerstören.

5 Quellen

  1. Yang Set al.: "Effect of melittin on ion transport across cell membranes". Zhongguo Yao Li Xue Bao 18 (1): 3–5 1997 PMID 10072885

Fachgebiete: Toxikologie

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