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MITF

Synonym: Mikrophtalmie-assoziierter Transkriptionsfaktor
Englisch: Microphthalmia-associated transcription factor

1 Definition

MITF ist ein Transkriptionsfaktor, der die Expression von Enzymen in Melanozyten und die Differenzierung von verschiedenen Zellen reguliert. Es wird durch das gleichnamige Gen auf Chromosom 3 kodiert.

2 Einteilung

Man differenziert zwischen 5 Isoformen, die sich jeweils durch einen spezifischen N-Terminus unterscheiden:

3 Biochemie

MITF reguliert die Expression von Enzymen wie Tyrosinase und DHICA-Oxidase in Pigment-bildenden Melanozyten: Nach Bindung von α-MSH an den Melanocortin-1-Rezeptor wird eine Signalkaskade aktiviert, die zur Melanogenese führt: Sie umfasst die Aktivierung der Adenylatzyklase mit Erhöhung des intrazellulären cAMP-Spiegels, Aktivierung der Proteinkinase A und Phosphorylierung des Transkriptionsfaktors CREB.

CREB bindet an die M-Promotorregion des MITF-Gens und bewirkt eine gesteigerte Synthese von MITF-M. Anschließend bindet MITF-M an die E-Box-Sequenz in der Promotorregion der Zielgene und induziert so die Expression der Enzyme Tyrosinase und DHICA-Oxidase.

Desweiteren spielt MITF eine wichtige Rolle bei der Differenzierung von Mastzellen, Osteoklasten, Pigmentzellen der Retina und von Melanozyten im Innenohr.

4 Pathologie

Mutationen im MITF-Gen können das Waardenburg-Syndrom und das Tietz-Syndrom verursachen. Des Weiteren kommen Mutationen in Melanomzellen vor.

Diese Seite wurde zuletzt am 27. Mai 2020 um 14:46 Uhr bearbeitet.

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