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Krankheitsverlauf

1 Definition

Der Krankheitsverlauf ist das quantitive (zeitliche) und qualitative (die Symptomatik betreffende) Profil einer Erkrankung.

2 Einteilung

2.1 ...nach zeitlichem Verlauf

2.1.1 Dauer

2.1.2 Tempo

2.1.3 Rhythmik

Die einzelnen Begriffe dieser Kategorien werden im klinischen Sprachgebrauch häufig miteinander kombiniert, z.B. "chronisch-rezidivierend", "chronisch-progredient", "akut-rezidivierend" oder "chronisch-intermittierend".

2.1.4 ...nach Phase im Verlauf

2.2 ...nach Schwere der Symptomatik

Die Dimensionen "Zeit" und "Schwere" werden klinisch nicht immer klar getrennt, sondern bei einigen Begriffen auch durchmischt, zum Beispiel bei der Bezeichnung "fulminant".

3 Verlauf bis zum Tode/Heilung

Entsteht eine Krankheit durch Störfaktoren, welche vom Körper nicht mehr kompensiert werden können, so kann diese wie oben beschrieben im zeitlichen Aspekt betrachtet verlaufen. Nun sind zwei Ausgänge festzuhalten: Tod (thanatos) oder eine Heilung.

  • Heilungsformen:
    • Restitutio ad integrum = Die Krankheit mündet durch Behandlung oder auch ohne in einen vollkommen funktionsfähigen ursprünglichen Zustand zurück, der dem vor der Krankheit entspricht.
    • Restitutio ad functionem = Die Krankheit mündet durch Behandlung oder auch ohne in einen vollkommen funktionsfähigen Zustand zurück, der aber nicht dem vor der Krankheit entspricht, sondern Anzeichen und Rückstände besitzt.
    • Defektheilung:Die Krankheit mündet durch Behandlung oder auch ohne in einen absolut unvollkommen funktionsunfähigen Zustand, es liegen dann zumeist schwerwiegende Folgen vor.

Kommt es nicht zur Heilung, sondern mündet der Krankheitsverlauf in das Lebensende eines Organismuses:

Krankheitsverlauf zum Tode hin, der Agonie:

  1. Aktue Krise: inkomplete Dysregulation der lebesnwichtigen Funktionen, dem sogenannten Vita reducta-Zustand, der Gesamtorganismus zeigt genauso wie die lokale betrachteten Regionen noch eine gute vitale Reaktion.
  2. Finale Krise: völlige Dysregulation der lebenswichtigen Funktionen, dem sogenannten Vita-minim-Zustand, der Gesamtorganismus zeigt lokal einen inkomplette und im Gesamtorganismus eine schlechte Vitalreaktion.
  3. Klinischer Tod = indivudeller Tod: Beendigung des Herz-Kreislauf-Systems, Herzstillstand, Atemlosigkeit, Pulslosigkeit + Hirntod
  4. Status praesens = Phase während des intermediären Lebens, Reaktionen auf Umweltreize hin nach dem Individualtod, Zellen leben noch und reagiere, wie Pupillenreflex
  5. Biologischer Tod: Zustand nach Absterben der letzten Zelle

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