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Latenzperiode

von lateinisch: latens - verborgen
Synonym: Latenzphase
Englisch: latency period

1 Mikrobiologie

Der Begriff der Latenzperiode stammt ursprünglich aus der Mikrobiologie, wo er eine Reihe von Prozessen beschreibt:

1.1 Infektiologie

In der Infektiologie beschreibt der Begriff den Zeitraum zwischen der Aufnahme eines pathogenen Keims und dem Auftreten der ersten Symptome. Er wird hier häufig synonym mit der Inkubationszeit verwendet.

1.2 Virologie

In der Virologie ist die Latenzperiode die Zeitspanne zwischen dem Befall eines Bakteriums mit einem Bakteriophagen und der Lyse der bakteriellen Zelle.

1.3 Bakteriologie

In der Bakteriologie wird die lag-Phase, bei der Bakterien in Kultur zwar nachzuweisen sind, aber sich noch nicht vermehren, als Latenzperiode bezeichnet.

2 Pathologie

In der Pathologie wird generell der Zeitraum zwischen einer physikalischen (beispielsweise durch Strahlung), chemischen (beispielsweise durch Toxine) oder biologischen Schädigung (beispielsweise durch Infektion) und dem Auftreten von Symptomen als Latenzperiode bezeichnet.

3 Pharmakotherapie

In der Arzneitherapie wird das verzögerte Eintreten eines Wirkeffekts nach dem Beginn der regelmäßigen Applikation des Arzneimittels als Latenzperiode oder Wirklatenz bezeichnet. Dieses Phänomen wird insbesondere in der Therapie der Depression mit Antidepressiva beobachtet, wobei hier die Wirklatenz in der Regel ein bis zwei Wochen beträgt.

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Fachgebiete: Mikrobiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Juni 2020 um 12:40 Uhr bearbeitet.

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