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Koronarangioskopie

Synonym: Koronarendoskopie
Englisch: coronary angioscopy

1 Definition

Die Koronarangioskopie ist ein endoskopisches Untersuchungsverfahren zur direkten Betrachtung der Gefäßinnenwände der Koronargefäße mittels einer Fiberoptik, das in der Kardiologie eingesetzt wird.

2 Verfahren

Das Koronarangioskop wird über die Arteria femoralis oder Arteria brachialis in das arterielle System eingeführt und mittels eines Angioplastie-Führungsdrahts in die zu untersuchende Koronararterie verbracht. Das Gefäß wird für dann für einen kurzen Zeitraum (ca. 30 Sekunden) mittels eines Okklusionsballons verschlossen und die Optik unter Spülung mit warmer Ringerlactatlösung im Gefäß vorgeschoben. Die Bildsequenz, welche die intraluminale Gefäßoberfläche zeigt, wird dabei parallel auf Video oder Festplatte aufgezeichnet. Die letzten Schritte werden so lange wiederholt, bis ausreichend aussagekräftiges Bildmaterial vorliegt. Das Verfahren kann auch im Rahmen einer Angioplastie durchgeführt werden.

3 Aussagekraft

Die Koronarangioskopie ermöglicht eine Betrachtung der prästenotischen Gefäßinnenwände und die Beurteilung der Ausdehnung und Art der atherosklerotischen Gefäßveränderungen. So kann beispielweise vom Untersucher zwischen gelber und weißer Plaque differenziert werden und so ggf. eine bessere Aussage über die Erfolgsaussichten einer PTCA getroffen werden. Die Koronarangioskopie ist jedoch kein Ersatz für die Koronarangiografie.

Fachgebiete: Diagnostik, Kardiologie

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