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Koagulase-Reaktion

(Weitergeleitet von Koagulase-negativ)

1 Definition

Die Koagulase-Reaktion dient in der Mikrobiologie dem Nachweis des Clumping-Faktors. Damit können pathogene Staphylokokken (z.B. Staphylococcus aureus) von geringer pathogenen, Koagulase-negativen Staphylokokken (z.B. Staphylococcus epidermidis) unterschieden werden.

2 Durchführung

Die Koagulase-Reaktion kann als Objektträgertest oder Röhrchentest durchgeführt werden.

2.1 Objektträgertest

Material von einer angezüchteten Bakterienkolonie wird mit einem Tropfen Reagenz verrieben, das Fibrinogen-beschichtete Latexpartikel enthält (Latexpartikel-Agglutination). Bei Vorhandensein des Clumping-Faktors entstehen beim Verreiben Agglutinate, die Koagulase-Reaktion ist positiv, es handelt sich um Staphylococcus aureus.

Bei Auftreten einer milchigen Trübung ist die Koagulase-Reaktion negativ. Zum Ausschluss einer möglicherweise spontan auftretenden Agglutination wird parallel Koloniematerial in 3,5%-iger Kochsalzlösung verrieben (Negativ-Kontrolle).

Zur Verbesserung von Sensitivität und Spezifität wird von einigen Herstellern auch ein Kombi-Test angeboten, der gleichzeitig Protein A nachweist. Protein A ist neben der Koagulase ein weiterer Pathogenitätsfaktor von Staphylococcus aureus.

2.2 Röhrchentest

Die Bakterienkolonie wird in ein Reagenzröhrchen mit frischem Kaninchenplasma eingerührt. Dieses gerinnt im Verlauf einiger Stunden. Da der Test lange dauert und frisches Plasma erforderlich ist, wird er in dieser Form nicht mehr durchgeführt.

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