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Ketorolac

Handelsnamen: Toradol® , Acular® u.a.
Englisch: Ketorolac

1 Definition

Ketorolac ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), der zur Behandlung von Schmerzen, Fieber und entzündlichen Prozessen eingesetzt wird.

2 Chemie

Die genaue chemische Bezeichnung (IUPAC-Name) von Ketorolac lautet: 2-amino-2-(hydroxymethyl)-1,3-propanediol

Die Summenformel des Stoffes ist: C15H13NO3

Die Molekulare Masse (Molekulargewicht) beträgt: 376.4 g/mol

3 Wirkmechanismus

Ketorolac wirkt als nichtsteroidales Antiphlogistikum über eine nicht-selektive Hemmung der Cyclooxygenasen (COX) 1 und 2. Diese sind für die Bildung von Prostaglandinen aus Arachidonsäure verantwortlich. Hier bewirken sie den ersten Schritt der komplexen chemischen Reaktion (die Bildung von Prostaglandin-H2 aus Arachidonsäure). Durch die Hemmung der Cyclooxygenasen kommt es so zu einer verminderten Bildung von Prostaglandinen. Diese sind als Mediatoren für die Verstärkung entzündlicher Prozesse und die Vermittlung von Schmerz und Fieber, aber auch zum Beispiel für die Einleitung der Wehen, und den Schutz der Magenschleimhaut (über PGE2) verantwortlich.

Die Hemmung der Prostaglandinsynthese hat gleichzeitig eine vermehrte Bildung von Leukotrien zur Folge, da nun mehr Arachidonsäure zur Verfügung steht. Dies erklärt einige der unerwünschten Wirkungen der NSAR.

4 Pharmakokinetik

Ketorolac wird oral, intramuskulär (i.m.), intravenös (i.v.) oder als Augentropfen appliziert und weist eine Bioverfügbarkeit von nahezu 100% auf. Ketorolac wird hepatisch verstoffwechselt und anschließend renal (>90%) und biliär ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit liegt altersabhängig bei jüngeren Menschen bei etwa 3-7 Stunden, bei älteren Menschen bei etwa 8 Stunden.

5 Anwendungsgebiete

Ketorolac besitzt ein breites Anwendungsspektrum und wird vor allem bei der Behandlung von Fieber, Schmerzen und Beschwerden bei rheumatoiden Erkrankungen eingesetzt.

Zu den weiteren Anwendungsgebieten zählen unter anderem:

6 Nebenwirkungen

Bei der Anwendung kann es zu den typischen Nebenwirkungen der nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR) kommen.

Hierzu zählen unter anderem:

7 Kontraindikationen

Die Gabe von Ketorolac ist kontraindiziert beim Vorliegen folgender Erkrankungen:

Fachgebiete: Arzneimittel

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