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Hypergonadotroper Hypogonadismus

Synonyme: Gonadotropinresistenz, primärer Hypogonadismus, peripherer Hypogonadismus
Englisch: hypergonadotropic hypogonadism

1 Definition

Der hypergonadotrope Hypogonadismus, kurz HH, ist eine Unterfunktion der Keimdrüsen (Hypogonadismus), die durch eine gestörte Antwort der Keimdrüsenzellen auf Gonadotropine wie LH und FSH verursacht wird. Dadurch kommt es zu einem Mangel an Sexualhormonen bei gleichzeitig erhöhtem Gonadotropinspiegel.

2 Ätiologie

Ein hypergonadotroper Hypogonadismus kann angeboren (häufiger) oder erworben auftreten.

2.1 Angeborene Ursachen

2.2 Erworbene Ursachen

2.3 Auftreten im Rahmen von Syndromen

Darüber hinaus kann der hypergonadotrope Hypogonadismus auch im Rahmen einiger Syndrome auftreten, z.B. beim Devriendt-Vandenberghe-Fryns-Syndrom, beim Malouf-Syndrom oder beim Mikati-Najjar-Sahli-Syndrom.

3 Symptome

Beim hypergonadotropen Hypogonadismus kommt es geschlechtsabhängig zu einem Androgen- bzw. Östrogenmangel mit verzögerter oder ausbleibender Geschlechtsreife, mangelnder Ausprägung der Geschlechtsmerkmale und ggf. Infertilität.

4 Diagnose

Die Diagnose erfolgt primär labordiagnostisch:

  • Gonadotropine (LH, FSH) erhöht
  • Testosteron- bzw. Östrogenspiegel erniedrigt

Ergänzend werden eine Sonographie der Gonaden und zur Ursachenfindung eine Chromosomenanalyse und molekulargenetische Zusatzuntersuchungen vorgenommen.

5 Therapie

Bei erworbenen Formen wird - falls möglich - die auslösende Ursache behandelt. Angeborene Formen erfordern eine Substitution der fehlenden Sexualhormone.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. November 2020 um 10:55 Uhr bearbeitet.

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