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Extremophile

von lateinisch: Extremum - das Äußerste und von griechisch: Philia - Freundschaft
Englisch: extremophile

1 Definition

Extremophile sind Organismen, meist Mikroorganismen, die sich in extremen Biotopen aufhalten können. Dabei haben sie sich in Bezug auf ihre Physiologie und ihren Aufbau perfekt an das Leben an diesen Standort angepasst und sind oft auf diesen beschränkt. Organismen, die nicht extremophil sind, werden mesophil genannt.

2 Einteilung

Je nach Art des Umweltfaktors, an den ein Organismus besonders gut angepasst ist, findet eine weitere Einteilung statt:

3 Industrielle Nutzung

Extremophile gewinnen in der industriellen Nutzung an Bedeutung. Vor allem die Biotechnologie forscht über die Nutzung der Extremophilen in verschiedenen Gebieten. Sie werden vor allem als Biokatalysatoren eingesetzt, um bei diversen Syntheseschritten behilflich sein. Sogenannte Extremozyme werden in der Molekularbiologie eingesetzt. Die Taq-Polymerase aus dem thermophilen Organismus Thermus aquaticus wird in der PCR benutzt, da sie eine hohe Temperaturbeständigkeit aufweist. Die Schneealgen, als kälteangepasste Organismen, sind außerdem in der Kosmetik als Antioxidans und in der Lebensmittelindustrie als Quelle für rote Farbstoffe relevant. Eine UV-schützende Wirkung hat zudem der Organismus Halomonas elongata. Er findet daher auch in der Kosmetik Anwendung.

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