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Epithelial-mesenchymale Transition

1 Definition

Als epithelial-mesenchymale Transition, kurz EMT, bezeichnet man einen zellulären Prozess, beim dem Epithelzellen ihre Zellpolarität und -verbindungen verlieren und sich in mesenchymale Stammzellen verwandeln.

2 Hintergrund

Epithelzellen und Mesenchymzellen unterscheiden sich morphologisch und funktionell deutlich voneinander:

Der fließende Übergang dieser beiden Zellarten durch die epithelial-mesenchymale Transition ist ein wichtiger Bestandteil der Embryogenese. Gemeinsam mit dem umgekehrten Vorgang, der mesenchymal-epithelialen Transition (MET), ermöglicht die EMT eine normale Organentwicklung und steuert wichtige Abläufe wie Gastrulation, Bildung der Neuralleiste oder Bildung der Herzklappen.

Die genauen biochemischen Abläufe der epithelial-mesenchymalen Transition sind noch nicht geklärt. Ein wichtiger Faktor scheint jedoch die Repression von E-Cadherin zu sein.

3 Wundheilung

Die epithelial-mesenchymale Transition ist nicht nur während der Embryogenese aktiv, sondern auch in bestimmten Situationen beim erwachsenen Individuum. Während der Wundheilung verwandeln sich Keratinozyten im Gewebe des Wundrands in Fibroblasten und wandern in den entstandenen Gewebedefekt ein. Im Rahmen der Reepithelialisierung können sie sich durch MET später wieder in Keratinozyten umwandeln.

4 Metastasierung

Die EMT spielt auch im Rahmen der Metastasierung von Karzinomen eine Rolle. Der Verlust von E-Cadherin ermöglicht den Tumorzellen die Loslösung aus dem Zellverband und das anschließende Durchwandern der Basalmembran.

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