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Zellpolarität

Englisch: cell polarity

1 Definition

Mit dem Begriff Zellpolarität bezeichnet man in der Histologie und Biologie distinkte Unterschiede in der Anordnung innerer oder äußerer Zellstrukturen, die zu zwei räumlich abgrenzbaren Funktionsbereichen, den Zellpolen, führen.

2 Histologie

Obwohl fast alle Körperzellen eine gewisse Form von Polarität aufweisen, ist sie am stärksten bei Epithelzellen und Neuronen ausgeprägt. Sie ermöglicht es diesen Geweben, spezialisierte Aufgaben auszuführen.

2.1 Epithelzellen

Bei Epithelzellen unterscheidet man einen apikalen, zur Oberfläche bzw. nach außen gerichteten Zellpol, und einen basalen, nach innen bzw. zur Basalmembran weisenden Zellpol. Dadurch wird eine strukturelle und funktionale Längsachse durch die Zelle festgelegt. Wenn man die Seitenwände der Zelle miteinbezieht, spricht man auch von apikalen und basolateralen Membranabschnitten.

Ein gutes Beispiel bietet das Dünndarmepithel, das an seiner apikalen, zum Darmlumen zeigenden Seite einen Bürstensaum aus Mikrovilli besitzt. Auf der basalen Seite fehlen diese Mikrostrukturen. Hier grenzt das Epithel an das Bindegewebe der Lamina propria mucosae.

2.2 Nervenzellen

Ein Neuron empfängt Reize angrenzender Zellen durch verzweigte Zellausläufer, die man als Dendriten bezeichnet. Die Zelle leitet die Erregung dann durch einen weiteren Zellausläufer, das Axon zum Axonterminal weiter, wo Neurotransmitter in den synaptischen Spalt abgegeben werden. Die Zellpolarität sorgt so für einen gerichteten Fluß von Informationen im Nervensystem.

Fachgebiete: Biologie, Histologie

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Dezember 2020 um 14:55 Uhr bearbeitet.

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