Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

CD3

Synonym: Cluster of Differentiation 3

1 Definition

CD3 ist ein Transmembranprotein der T-Lymphozyten. CD steht dabei für Cluster of Differentiation. CD3-Proteine induzieren die Expression des T-Zell-Rezeptors an der Zelloberfläche und sind an der Übertragung des Aktivierungssignals in die intrazelluläre Matrix beteiligt.[1]

2 Aufbau

CD3 ist ein Proteinkomplex, der aus 4 Polypeptidketten zusammengesetzt ist. Beim Menschen besteht er aus einer γ-Kette, einer δ-Kette und zwei ε-Ketten. Zusammen mit dem T-Zell-Rezeptor und zwei weiteren Polypeptidketten, den ζ-Ketten (zeta-chains), bilden sie den TCR-CD3-Komplex.

3 Signaltransduktion im T-Lymphozyten

Die Bindung eines MHC-Antigens (über Präsentation der antigenpräsentierenden Zellen) an den TCR-CD3-Proteinkomplex, induziert eine Aggregation von Adhäsionsstrukturen und Corezeptoren auf der T-Zelle.

Die intrazellulären Anteile des CD3-Komplexes enthalten eine konservierte Peptidsequenz von 4 Aminosäuren, die sogenannten Immunorezeptor Tyrosin-abhängigen Aktivierungsmotive oder kurz ITAMs, die essentiell für die Signaltransduktion innerhalb des T-Lymphozyten sind.

Nach Aktivierung kommt es zur räumlichen Annäherung einer Tyrosinkinase der Corezeptoren CD4 und CD8 (je nach T-Zell-Art) und der am CD3-Komplex angelagerten zytoplasmatischen Tyrosinkinase (Lck). Konsekutiv werden die zytoplasmatischen Anteile des CD3-Komplexes phosphoryliert. Dadurch wird eine Bindung des Proteins ZAP-70 an die ITAMs ermöglicht.

Die über Phosphorylierung ausgelöste Aktivierung des ZAP-70 stellt die Initialreaktion zur Auslösung verschiedener Signalkaskaden dar, wie dem Ras/Fos-Weg oder dem Inositol-Triphosphat-Weg. Diese Signalkaskaden sind für die Aktivierung von Effektorzellen (CD8-Zellen) und die Produktion von Zytokinen wichtig.[2]

4 Pharmakologie

Muromonab-CD3 ist ein monoklonaler Antikörper, der sich gegen die ε-Kette des CD3-Proteins menschlicher T-Lymphozyten richtet. Dadurch wird die Wechselwirkung des T-Zell-Rezeptors mit dem entsprechenden Antigen inhibiert. Neben der Blockade des T-Zell-Rezeptor-CD3-Komplexes kommt es auch zu einer Abnahme der CD3-positiven T-Zellen. Zugelassen ist das Medikament zur Behandlung von akuten, steroidresistenten Abstoßungsreaktionen nach Organtransplantationen.[1]

5 Quellen

  1. 1,0 1,1 Mutschler, Ernst et al.: Mutschler Arzneimittelwirkungen, (10. Auflage, S. 926-947), Wiss. Verl.-Ges.: Stuttgart, 2013
  2. Ansorge S. (2007) Immunsystem. In: Löffler G., Petrides P.E., Heinrich P.C. (eds) Biochemie und Pathobiochemie. (S.1114 f.) Springer-Lehrbuch. Springer, Berlin, Heidelberg

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