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Atypische Lymphozytose

1 Definition

Von einer atypischen Lympozytose spricht man, wenn die Lymphozytenzahl im Blut erhöht ist (Lymphozytose) und diese Zellen gleichzeitig eine abnorme Morphologie aufweisen.

2 Histopathologie

Eine atypische Lymphozytose tritt bei entzündlichen Reaktionen oder im Rahmen lymphatischer Neoplasien auf. Entsprechend unterscheidet man reaktiv veränderte atypische Lymphozyten und neoplasieverdächtige atypische Lymphozyten bzw. Lymphomzellen.

Atypische Lymphozyten haben ein sehr heterogenes Erscheinungsbild und können sowohl in Größe, Form und Oberflächenmarkern stark variieren. Häufig weisen sie ein tief blaues Zytoplasma mit irregulären Zytoplasmagrenzen auf und sind deutlich größer als normale, reife Lymphozyten. Die Zellkerne sind meist ebenfalls irregulär geformt.

3 Ursachen

Mögliche Ursachen eine atypischen Lymphozytose sind u.a.:

4 Diagnostik

Bei einer atypischen Lymphozytose wird die Lymphozytenmorphologie lichtmikroskopisch im Blutausstrich beurteilt. Eine nähere Charakterisierung der Oberflächenmarker kann mithilfe der Durchflusszytometrie erfolgen. Dabei können Veränderungen der CD4:CD8-Ratio auf Krankheitsbilder wie eine infektiöse Mononukleose oder andere Virusinfekte hindeuten.

Fachgebiete: Labormedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Januar 2021 um 23:17 Uhr bearbeitet.

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