Antidementivum
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LoslegenDefinition
Antidementivum ist ein Überbegriff für Arzneistoffe, die zur Behandlung der Demenz eingesetzt werden.
Wirkmechanismen
Die derzeit (2026) verfügbaren Antidementiva greifen an unterschiedlichen pathophysiologischen Mechanismen an:
- Acetylcholinesterase-Inhibitoren hemmen den Abbau von Acetylcholin im synaptischen Spalt. Dadurch wird die cholinerge Neurotransmission verbessert, die vor allem bei der Alzheimer-Krankheit vermindert ist. Die Wirkung ist symptomatisch.
- NMDA-Antagonisten reduzieren eine pathologisch gesteigerte glutamaterge Signalübertragung und schützen Nervenzellen vor glutamatvermittelter Exzitotoxizität.
- Monoklonale Antikörper binden an verschiedene Formen von Amyloid-β und fördern dessen Entfernung aus dem Gehirn. Dadurch können sie die Progression einer frühen Alzheimer-Krankheit verlangsamen und gelten als krankheitsmodifizierende Therapie. Voraussetzung für ihren Einsatz ist der Nachweis einer Amyloid-Pathologie.
- Ginkgo-biloba-Extrakte werden antioxidative, antiinflammatorische und mikrozirkulationsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Der klinische Nutzen ist im Vergleich zu den zugelassenen Antidementiva jedoch deutlich geringer und abhängig vom verwendeten standardisierten Extrakt.
Wirkstoffe
- Acetylcholinesterase-Inhibitoren
- NMDA-Antagonisten
- Monoklonale Antikörper
Indikationen
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Fachgebiete:
Neurologie, Pharmakologie
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