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Propofol

Chemische Bezeichnung: 2,6-Diisopropylphenol
Handelsnamen: Disoprivan®, Recofol®

1 Definition

Propofol ist ein intravenöses Anästhetikum in Form einer Fettemulsion (Öl-in-Wasser-Emulsion mit 10% Sojaöl), das vor allem zur Narkoseeinleitung eingesetzt wird. Als Vorteile gegenüber anderen Anästhetika werden ein angenehmes Einschlafen und Aufwachen, sowie nur geringe Übelkeit nach der Narkose beschrieben.

2 Chemie

Propofol hat die Summenformel C12H18O und eine molare Masse von 178,27 g/mol.

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3 Wirkung

Die Wirkung von Propofol ist nur hypnotisch (Wirkdauer 5-8 min), nicht aber analgetisch.

4 Nebenwirkungen

Für den Patienten am unangenehmsten ist die lokale Reizung der Venenwand während der Injektion und die damit verbundenen brennenden Schmerzen. Außerdem sind Atemdepression bis zur Apnoe, Blutdruckabfall, spontane Bewegungen und die Freisetzung von Histamin beschrieben.

Bei längerer Infusion von Propofol (> 5 h) kann selten ein lebensbedrochliches Propofol-Infusionssyndrom (PRIS) auftreten.

5 Indikationen

6 Kontraindikationen

Genaue Informationen zu den bestehenden Kontraindikationen gibt die Fachinformation des Herstellers. Besondere Vorsicht ist bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Kindern geboten. Für die gängigen Anwendungsbereiche besteht je nach Präparat eine Freigabe für Kinder z.B. ab dem 1. Lebensmonat. Strenge Kontraindikationen bestehen in der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Patienten mit einer Sojaallergie.

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