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Hypercholesterinämie

Englisch: hypercholesterolemia

1 Definition

Als Hypercholesterinämie bezeichnet man eine Lipidstoffwechselstörung (Dyslipidämie), die durch einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut gekennzeichnet ist.

ICD10-Code: E78.0

Einen verminderten Cholesterinspiegel nennt man Hypocholesterinämie.

2 Referenzwerte

Die Diagnose "Hypercholesterinämie" kann sich auf das Gesamtcholesterin oder das LDL-Cholesterin beziehen. Als obere Grenzwerte gelten für gesunde Erwachsene:

  • Gesamtcholesterin: 230 mg/dl
  • LDL-Cholesterin: 160 mg/dl

Diese Grenzwerte sind isoliert betrachtet wenig aussagekräftig. Bereits bei Gesamtcholesterin-Werten über 200 mg/l kann ein erhöhtes Risiko für eine Koronare Herzkrankheit vorliegen. Eine genauere Aussage ermöglicht ein Lipidstatus.

3 Einteilung

Man unterscheidet:

3.1 Primäre Hypercholesterinämie

Bei der primären Hypercholesterinämie ist ein Gendefekt für den erhöhten Cholesterinspiegel verantwortlich, der familiär gehäuft auftritt und sich auf die LDL-Rezeptoren auswirkt. Die betroffenen Patienten bilden auf ihren Zellen zu wenig funktionsfähige LDL-Rezeptoren aus, so dass die LDL-Aufnahme gestört wird. Das LDL-Cholesterin verbleibt dadurch im Blut und löst hier früh eine Atherosklerose aus.

Die primäre Hypercholesterinämie wird autosomal-dominant vererbt und tritt in einer schwer verlaufenden homozygoten, sowie in einer weniger ausgeprägten heterozygoten Form auf. Beide Formen sind etwa für 30% der Hypercholesterinämien verantwortlich.

3.2 Sekundäre Hypercholesterinämie

Die häufigere sekundäre Hypercholesterinämie stellt rund 70% der Erkrankungsfälle. Hier wird die Hypercholesterinämie durch andere Erkrankungen oder ein Fehlverhalten ("Risikofaktoren") ausgelöst. Sie tritt unter anderem auf bei:

4 Therapie

Die Therapiebedürftigkeit einer Hypercholesterinämie orientiert sich nicht allein an den allgemeinen Grenzwerten, sondern auch an der konkreten Risikosituation des Patienten. Sie erfolgt beispielweise mit Diät und CSE-Hemmern. In schweren Fällen kommen als Second-Line-Therapie PCSK9-Hemmer zum Einsatz.

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