CCP-Antikörper
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Englisch: Anti-cyclic Citrullinated Peptide
1. Definition
CCP-Antikörper sind gegen das zyklische citrullinierte Peptid (CPP) gerichtet und spielen eine wichtige Rolle in der Labordiagnostik der rheumatoiden Arthritis.
2. Vorkommen und Bildung
In der Synovialflüssigkeit der Gelenke werden physiologischerweise Argininreste von Proteinen durch Peptid-Arginin-Deiminasen (PAD) deiminiert. Dabei entsteht als neuer Peptidrest Citrullin, eine nicht-proteinogene Aminosäure.
3. Pathophysiologie
Die citrullinhaltigen Peptide können u.a. von Makrophagen phagozytiert und den T-Lymphozyten präsentiert werden, die daraufhin die Bildung von IgG-Antikörpern gegen dieses Antigen in den B-Lymphozyten forcieren.
Warum dies bei einigen Menschen geschieht, während es beim Großteil nicht der Fall ist, konnte bisher nicht abschließend geklärt werden.
4. Diagnostische Bedeutung
Die Bedeutung der CCP-Antikörper liegt in Ihrer hohen Sensitivität und Spezifität für die rheumatoide Arthritis. Insbesondere die Spezifität ist derjenigen der Rheumafaktoren überlegen; sie erreicht nahezu 100 %.
Sie dienen darüber hinaus als Frühmarker für die Erkrankung, da sie bereits bis zu 10 Jahre vor Erstmanifestation der Arthritis erhöht sein können. Auch der Krankheitsverlauf kann mithilfe der CCP-Antikörper kontrolliert werden (Monitoring).