Klassifikation nach Erlanger und Gasser: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 20. August 2020, 15:29 Uhr
Definition
Die Klassifikation nach Erlanger und Gasser dient der Einteilung von Nervenfasern des peripheren Nervensystems (PNS) nach dem Grad der Myelinisierung, dem Durchmesser des Axons und damit der axonalen Leitungsgeschwindigkeit des Aktionspotentials.
Hintergrund
Nervenfasern des PNS können nach verschiedenen Kriterien eingeteilt werden. Afferente (sensorische) Nervenfasern leiten Nervenimpulse aus den Sinnesrezeptoren zum Zentralnervensystem (ZNS), während efferente (motorische) Fasern vom ZNS in die Peripherie ziehen, um eine Reaktion auszulösen.
Joseph Erlanger und Herbert Gasser haben die Nervenfasern des PNS - sowohl afferente wie efferente Fasern - nach dem Grad der Myelinisierung, dem axonalen Durchmesser und damit der axonalen Leitungsgeschwindigkeit klassifiziert. Für ihre Forschungsarbeit betreffend die unterschiedlichen Funktionen einzelner Nervenfasern erhielten Erlanger und Gasser 1944 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin.