Spondylarthrose: Unterschied zwischen den Versionen

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==Definition==
==Definition==
Als '''Spondylarthrose''' wird das Auftreten von chronisch degenerativen Veränderungen ([[Arthrose]]) an den [[Wirbelgelenk]]en bezeichnet.
Als '''Spondylarthrose''' wird das Auftreten von chronisch-degenerativen Veränderungen ([[Arthrose]]) an den [[Zwischenwirbelgelenk]]en bezeichnet.
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==Epidemiologie==
Mit zunehmendem Alter ist eine Spondylarthrose bei fast allen Menschen in unterschiedlicher Ausprägung nachweisbar. Ein verstärktes Auftreten findet sich nach früheren [[Trauma|Traumata]], bei [[Skoliose]], [[Spondylolisthesis]] oder vermehrter Belastung durch operative [[Fusion]] des Nachbarsegments. Am häufigsten ist die mittlere bis untere [[HWS]] sowie die untere [[LWS]] betroffen.
 
==Klinik==
Eine Spondylarthrose verläuft häufig [[asymptomatisch]]. Ausgeprägte Befunde oder eine aktivierte Arthrose können zu belastungsabhängigen lokalen oder [[pseudoradikulär]] ausstrahlenden [[Rückenschmerzen]] führen. Bei Affektion der [[Nervenwurzel|Nervenwurzeln]] entstehen [[Radikulärer Schmerz|radikuläre Beschwerden]].
 
==Radiologie==
===Röntgen und CT===
In konventionellen [[Röntgenaufnahme]]n, insbesondere in [[Schrägaufnahme|Schrägaufnahmen]], sind die knöchernen Veränderungen gut erkennbar. In der [[CT]] finden sich folgende Befunde:
* Hypertrophie der Gelenkfacetten mit [[Osteophyt|osteophytären]] Randanbauten
* Verdickung der [[Ligamentum flavum|Ligamenta flava]]
* [[Sklerose]] des Knochens am Gelenkspalt
* Intraartikuläre Gaseinschlüsse ([[Vakuumphänomen]])
* ggf. Einengung des [[Neuroforamen|Neuroforamens]] oder auch des [[Spinalkanal|Spinalkanals]] von [[lateral]]
 
Die höchste Auflösung zur Beurteilung der Weite der Neuroforamina und der Beziehung zwischen osteophytären Randanbauten und Nervenwurzeln bietet die [[Post-Myelographie-CT]].
 
===MRT===
In der [[MRT]] ist der Gelenkspalt in der Regel verschmälert, wobei es bei [[Synovialitis]] und [[Gelenkerguss]] auch zu einer paradoxen Verbreiterung kommen kann. Analog zur [[Osteochondrosis intervertebralis|Osteochondrose]] kann auch ein akutes Stadium ("aktivierte Spondylarthrose") mit [[Ödem]] in den knöchernen Anteilen der Gelenkfacetten und ggf. [[Kontrastmittel (MRT)|Kontrastmittelaufnahme]] des umliegenden Weichteilgewebes vorkommen.
 
[[Fachgebiet:Orthopädie]]
[[Tag:Wirbel]]
[[Tag:Wirbelgelenk]]

Aktuelle Version vom 9. Dezember 2023, 12:31 Uhr

Synonyme: Facettengelenksarthrose, Spondylarthrosis deformans

Definition

Als Spondylarthrose wird das Auftreten von chronisch-degenerativen Veränderungen (Arthrose) an den Zwischenwirbelgelenken bezeichnet.

Epidemiologie

Mit zunehmendem Alter ist eine Spondylarthrose bei fast allen Menschen in unterschiedlicher Ausprägung nachweisbar. Ein verstärktes Auftreten findet sich nach früheren Traumata, bei Skoliose, Spondylolisthesis oder vermehrter Belastung durch operative Fusion des Nachbarsegments. Am häufigsten ist die mittlere bis untere HWS sowie die untere LWS betroffen.

Klinik

Eine Spondylarthrose verläuft häufig asymptomatisch. Ausgeprägte Befunde oder eine aktivierte Arthrose können zu belastungsabhängigen lokalen oder pseudoradikulär ausstrahlenden Rückenschmerzen führen. Bei Affektion der Nervenwurzeln entstehen radikuläre Beschwerden.

Radiologie

Röntgen und CT

In konventionellen Röntgenaufnahmen, insbesondere in Schrägaufnahmen, sind die knöchernen Veränderungen gut erkennbar. In der CT finden sich folgende Befunde:

Die höchste Auflösung zur Beurteilung der Weite der Neuroforamina und der Beziehung zwischen osteophytären Randanbauten und Nervenwurzeln bietet die Post-Myelographie-CT.

MRT

In der MRT ist der Gelenkspalt in der Regel verschmälert, wobei es bei Synovialitis und Gelenkerguss auch zu einer paradoxen Verbreiterung kommen kann. Analog zur Osteochondrose kann auch ein akutes Stadium ("aktivierte Spondylarthrose") mit Ödem in den knöchernen Anteilen der Gelenkfacetten und ggf. Kontrastmittelaufnahme des umliegenden Weichteilgewebes vorkommen.