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Zinkprotoporphyrin

Synonym: ZPP

1 Definition

Zinkprotoporphyrin ist ein Laborparameter, der im Rahmen der Anämiediagnostik zum Nachweis eines Eisenmangels eingesetzt werden kann.

2 Pathophysiologie

Bei einem Eisenmangel kommt es während der Erythropoese zu einem ersatzweisen Einbau von Zink in den Protoporphyrin-Komplex. Dadurch wird anstelle von Hämoglobin Zinkprotoporphyrin gebildet. Bei einer Eisenmangelanämie kommt es daher zu einem kontinuierlichen Anstieg der Zinkprotoporphyrin-Konzentration in den Erythrozyten.

Des weiteren hemmt Blei das Enzym Ferrochelatase, das physiologisch den Einbau von Eisenionen ins Häm-Gerüst katalysiert. Deswegen ist bei Bleivergiftungen Zinkprotoporphyrin erhöht, da hier wiederum Zinkionen präferentiell eingebaut werden.

3 Labormedizin

Zinkprotoporphyrin weist eine stärkere Fluoreszenz auf als Protoporphyrin, das Eisenatome gebunden hat. Diese Eigenschaft ermöglicht die einfache fluorimetrische Messung des Zinkprotoporphyrin-Gehalts im Vollblut, die zur indirekten Quantifizierung eines Eisendefizits genutzt werden kann.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. August 2020 um 11:51 Uhr bearbeitet.

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