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Verwesung

Englisch: decomposition

1 Definition

Mit dem Begriff Verwesung bezeichnet man die Prozesse, die nach dem Tod eines Organismus seine organische Substanz und damit seine Gestalt auflösen.

2 Abläufe

Mit dem Tod sistiert die zelluläre Energiegewinnung, die für den Strukturerhalt eines Organismus notwendig ist. Dadurch kommt es zur Freisetzung von Enzymen, die im ersten Stadium der Verwesung eine aseptische Autolyse der Zellen und Gewebe in Gang setzen. Der Prozess der Autolyse wird vom Eindringen saprotropher Mikroorganismen begleitet, welche sich vermehren und durch ihre Enzyme organische Substanz abbauen.

Unter aeroben Bedingungen erfolgt der Abbau zu Ammoniak, Kohlenstoffdioxid, Wasser, Schwefelwasserstoff und Mineralien. Da im Körperinneren jedoch ein Sauerstoffmangel vorliegt, kommt es hier zur Fäulnis, bei der kleinmolekulare organische Substanzen wie Propionsäure, Essigsäure, Buttersäure, Ethanol und Amine entstehen.

3 Konservierung

Die Verwesung kann durch Kühlung einer Leiche oder den Einsatz geeigneter chemischer Stoffe verzögert bzw. aufgehalten werden. Eine Möglichkeit ist die Konservierung des toten Körpers in Formaldehyd, wie sie beispielsweise bei anatomischen Präparaten genutzt wird.

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