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Thromboplastin

(Weitergeleitet von TPL)

1 Definition

Thromboplastin, kurz TPL, ist ein Plasmaprotein, das die Blutgerinnung aktiviert, in dem es Prothrombin zu Thrombin umsetzt. Es ist ein komplexes Enzymsystem, das in verschiedenen Geweben vorkommt, vor allem aber in Thrombozyten.

2 Hintergrund

In der älteren Literatur wird Thromboplastin gelegentlich als Synonym für den Gewebefaktor (Gerinnungsfaktor III) verwendet. Das ist jedoch falsch. Historisch betrachtet ist Thromboplastin ein Laborreagenz, das zur Messung der Prothrombinzeit bzw. Thromboplastinzeit (PTZ) verwendet wurde. Thromboplastin aktiviert das extrinsische System der Blutgerinnung.

Durch chemische Modifikation des Thromboplastins kann man auch das so genannte partielle Thromboplastin darstellen. Partielles Thromboplastin besteht nur aus Phospholipiden, welche das intrinsische System aktivieren und so die Messung der partiellen Thromboplastinzeit (aPTT) ermöglichen.

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Fachgebiete: Labormedizin

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