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Stria vascularis

1 Definition

Die Stria vascularis ist eine drüsenähnlich aufgebaute Zellstruktur des Innenohrs. Epitheliale und mesenchymale Zellen lagern hier eng aneinander und sind durch keine Basalmembran voneinander getrennt. Sie bildet einen großen Teil der lateralen Wand des Ductus cochlearis (Scala media).

2 Histologie

Es lassen sich in der Stria vascularis neben den Kapillaren drei Zelltypen unterscheiden:

Die Stria vascularis ist das einzige Epithel im menschlichen Körper, das Blutkapillaren besitzt.

3 Physiologie

Von der Stria vascularis wird die Endolymphe des Ductus cochlearis (Scala media) produziert. Sie ist reich an Kaliumionen und besitzt dadurch gegenüber der Perilymphe ein elektrisches Potential von 80 bis 90 mV.

Die Elektrolytkonzentration wird durch die Marginalzellen kontrolliert. Sie besitzen basolateral einen Na-K-2Cl-Cotransporter (NKCC1), der aktiv Kalium in die Marginalzellen befördert, die über Kaliumkanäle am apikalen Zellpol in die Endolymphe ausströmen. Dadurch wird die Endolymphe mit Kalium angereichert, was die Grundlage der Potentialdifferenz zwischen Endolymphe und Perilymphe darstellt.

4 Klinik

Bei einer Schädigung der NKCC1-Kanäle in der Stria vascularis (z.B. durch ototoxische Medikamente) kommt es zu einem signifikanten Hörverlust.

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