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Rhesussensibilisierung

1 Definition

Als Rhesussensibilisierung bezeichnet man die Bildung eines gegen das Rhesus-D (Rhesus-Faktor) gerichteten Antikörpers (Anti-D) bei Menschen, die selbst Rhesus-negativ (D-negativ) sind. Durch die Prägung des Immungedächtnisses wird die Antikörper-Antwort bei einer erneuten Exposition deutlich verstärkt (Boosterung).

2 Ursache

Ursache der Resussensibilisierung ist die Exposition des erythrozytenständigen Rhesusfaktors gegenüber dem Immunsystem in Folge

3 Klinische Relevanz

Die im Rahmen einer erneuten Exposition vermehrt gebildeten IgG-Antikörper (Sekundärreaktion) induzieren im Rahmen einer (Zweit-)schwangerschaft mit Rhesus-positivem Kind eine Hämolyse des fetalen Blutes (Morbus haemolyticus neonatorum).

Bei Transfusion Rhesus-positiver Erythrozytenkonzentrate auf einen vorsensibilisierten Empfänger tritt eine hämolytische Transfusionsreaktion auf.

siehe auch: Rhesus-Inkompatibilität, Anti-D-Prophylaxe

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