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Opioidmissbrauch

Synonym: Opioidabusus

1 Definition

Bei einem Opioidmissbrauch handelt es sich um die nicht indizierte Einnahme von Opioiden, die jedoch noch nicht in eine Sucht übergegangen ist.

2 Ursachen

Im Gehirn sind sogenannte Opioidrezeptoren vorhanden, an die Opiate binden können. Zu den Opiaten gehören neben dem Morphin das Heroin und das Codein, die alle vom Opium abstammen. Meistens werden solche Opiate von den Betroffenen intravenös gespritzt, was jedoch bei unzureichenden Desinfektionsmaßnahmen zur Infektionen der Einstichstellen führen kann. Auf diesem Wege gelangen sowohl Viren wie zum Beispiel Hepatitis-Viren oder das HI-Virus, als auch Bakterien wie Staphylokokken oder Streptokokken leicht in die Blutbahn, von wo aus sie schnell zu lebensgefährlichen Erkrankungen führen können.

3 Symptome

Beim Opioidmissbrauch weisen die dicht beieinander liegenden Einstichstellen, die deshalb auch als Injektionsstraße bezeichnet werden, oft Entzündungszeichen und Vernarbungen auf. Abszesse sind mögliche Folgen. Falls bereits eine Hepatitiserkrankung vorliegt, kann es zu starkem Jucken der Haut kommen.

4 Diagnose

Im Rahmen eines anamnestischen Gesprächs kann eine Opioidmissbrauch diagnostiziert werden. Da hier meistens noch keine Abhängigkeit besteht, wird die Diagnose auch ohne einen Urin-Drogentest gemacht. Eine Abgrenzung einer möglichen Polytoxikomanie und einer Opioidabhängigkeit ist jedoch entscheidend.

5 Therapie

Bakterielle Infektionen und Entzündungen der Einstichstellen werden meistens mit Antibiotika therapiert. Abszesse müssen chirurgisch ausgeräumt werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Oktober 2011 um 13:21 Uhr bearbeitet.

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