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Niesen

Synonym: Sternutatio
Englisch: sneeze

1 Definition

Niesen ist eine unwillkürlich ausgelöste Reflexhandlung, die zu einem massiven Ausstoß von Luft aus der Nase führt. Mit dem Luftstrom werden aufgenommene Fremdkörper sowie Staubpartikel und Nasensekret aus der Nasenhöhle ausgestoßen.

2 Auslösung des Reizes

Der Niesreiz kann auf unterschiedliche Weise ausgelöst werden:

  • durch eine lokale Reizung der Nasenschleimhaut, die zur Ausschüttung von Histamin führt. Dieses löst in den Nervenendigungen der Schleimhaut einen Reiz aus, der ins ZNS geleitet wird. Von hier aus wird der Niesreflex initiiert.
  • durch starke Lichtreize (photischer Niesreflex)

3 Phasen des Niesens

Das Niesen ist in verschiedene Phasen einzuteilen. In der ersten Phase verspürt man ein unangenehmes Gefühl in der Nasenregion, woraufhin man Luft einatmet. In der zweiten Phase wird der Atem angehalten, woraufhin in der dritten Phase die Atem- und Atemhilfsmuskulatur sich gleichzeitig sehr schnell kontrahieren und dadurch den schnellen Ausstrom von Luft hervorrufen.

4 Niesen bei Allergie

Bei Allergien ist Niesen oft ein Begleitsymptom. Hier werden Partikel, die bei normaler Menge nicht zu einem Niesreflex führen würden (z.B. Pollen), vom Immunsystem als Allergene erkannt. Das Niesen ist auch hier ein Versuch des Körpers, die Fremdkörper loszuwerden, was gemessen an der Größe der Partikel nicht notwendig wäre.

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Fachgebiete: Physiologie

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