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Neurokognitive Störung

Abkürzung: NCD
Englisch: neurocognitive disorder, NCD

1 Definition

Die neurokognitiven Störungen, kurz NCD, fassen Erkrankungen zusammen, deren Hauptmerkmale kognitive Einbußen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Exekutivfunktionen, Lernen und Gedächtnis, Sprache, soziale Kognition oder im perzeptiv-motorischen Bereich darstellen.

2 Nomenklatur

Die neurokognitiven Störungen ersetzen im DSM-5 die Kategorie Delir, Demenz, Amnestische und Andere Kognitive Störungen des DSM-IV. Nach dem DSM-5 wird empfohlen, den Begriff der Demenz dort weiter zu verwenden, wo Ärzte, Psychologen und Patienten diesen gewohnt sind. Der Begriff der neurokognitiven Störung wird im Umgang mit jüngeren Patienten empfohlen, die eine kognitive Beeinträchtigung beispielsweise durch eine HIV-Infektion oder ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) erlitten haben.

3 Einteilung

Die neurokognitiven Störungen werden zuerst nach ihrem Schweregrad eingeteilt. Danach werden Sie entsprechend ihrer Ätiologie unterschieden.

3.1 Schweregrade

Die Störungskategorie wird unterteilt in schwere NCD und leichte NCD. Gemeinsames Merkmal beider Syndrome ist der Nachweis einer Abnahme der kognitiven Leistung im Vergleich zum prämorbidem Niveau. Während bei der schweren NCD der Abbau als erheblich einzustufen ist, sind die kognitiven Einbußen bei der leichten NCD mäßig. Zudem sind Personen mit einer leichten NCD noch zu einer unabhängigen Lebensführung und Alltagsgestaltung fähig, was jedoch bei der schweren NCD beeinträchtigt ist.

3.2 Ätiologie

Im DSM-5 werden die NCD entsprechend folgender Subtypen eingeteilt:

Zudem gehört das Delir den NCD an.

4 Literatur

  • Falkai, P., & Wittchen, H.-U. (2015). Diagnostisches und statistisches Manual psychischer Störungen DSM-5. Hogrefe, Göttingen.

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