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Nervus cervicalis I (Veterinärmedizin)

Synonyme: N. cervicalis I, 1. Halsnerv

1 Definition

Als Nervus cervicalis I bezeichnet man den am weitesten kranial austretenden Halsnerven bei den Haussäugetieren.

2 Anatomie

Der Nervus cervicalis I tritt aus dem Wirbelkanal aus, indem er durch das Foramen vertebrale laterale des Atlas zieht. Im Anschluss teilt er sich in einen dorsalen und ventralen Ast auf.

2.1 Ramus dorsalis

Der Dorsalast des. 1. Halsnerven wird in der Veterinärmedizin als Nervus suboccipitalis bezeichnet.

2.2 Ramus ventralis

Der Ventralast gelangt durch das Foramen alare bzw. die Incisura alare (beim Fleischfresser) in die Flügelgrube des Atlas. Dabei gibt er motorische Fasern an den Musculus longus capitis und an die Musculi rectus capitis ventralis und lateralis ab. Im selben Zug zweigt ein vegetativer Ast an die Schilddrüse weg.

Durch einen Ramus communicans griseus des Ganglion cervicale craniale erhält der Ventralast auch sympathische Fasern. Außerdem steht er durch die Ansa cervicalis mit dem Nervus hypoglossus in Verbindung. Gleichzeitig besteht durch eine Ansa cervicalis profunda (ventral des Atlasflügel) zum 2. Halsnerven ein Kontakt zum Plexus cervicalis cranialis.

Der Ramus ventralis enthält motorische Äste für die langen Zungenbeinmuskeln (Musculus sternohyoideus, sternothyreoideus und omohyoideus). Beim Pferd kann man außerdem einen dieser Äste, zusammen mit einem Ast des 2. Halsnerven, entlang der Trachea bis zum gemeinsamen Ursprung des Musculus sternohyoideus und sternothyreoideus am Brustbein verfolgen.

3 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, and Eugen Seiferle. Band IV: Nervensystem. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Parey, 2004.
  • Künzel, Wolfgang. Topographische Anatomie, Hochschülerschaft Veterinärmedizinische Universität (Hersausgeber), 3. Auflage. WS 2011/12

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