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Musculus buccinator

von lateinisch: bucca - Backe
Synonyme: Backenmuskel, Wangenmuskel, Trompetermuskel, Musculus buccinatorius (veraltet)
Englisch: buccinator muscle

1 Definition

Der Musculus buccinator ist ein dünner viereckiger Muskel, der zur tiefen Schicht der mimischen Muskulatur des Mundes gehört. Er verändert durch seine Kontraktion die Form der Wangen.

2 Verlauf

2.1 Ursprung

Der Musculus buccinator hat seinen Ursprung an den Außenflächen der Alveolarfortsätze des Ober- und Unterkiefers, etwa in der Gegend der drei Backenzähne (Molaren), sowie an der Crista buccinatoria. Dorsal entspringen zusätzliche Faserzüge von der Vorderseite der Raphe pterygomandibularis, die den Muskel vom Musculus constrictor pharyngis superior trennt.

2.2 Ansatz

Die Fasern konvergieren in Richtung des Mundwinkels und verflechten sich hier im Modiolus mit den Fasern des Musculus orbicularis oris und untereinander. Zum Teil strahlen sie auch in die Haut der Ober- und Unterlippe ein.

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3 Topografie

Der Musculus buccinator wird von der Fascia buccopharyngealis bedeckt und befindet sich in enger anatomischer Beziehung mit dem Wangenfettkörper (Corpus adiposum buccae), der den Muskel vom Ramus mandibulae und vom Musculus masseter trennt. Nach innen hin schließt sich die Mundschleimhaut an. Gegenüber dem 2. Oberkiefermolaren durchstößt der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse, der Ductus parotideus, den Muskel.

4 Innervation

Der Musculus buccinator wird von den Rami buccales des VII. Hirnnervs (Nervus facialis) innerviert.

5 Funktion

Der Musculus buccinator formt die Wangenkontur und zieht die Wange zusammen. Er schiebt dadurch während des Kauvorgangs die Nahrung zwischen die Zahnreihen. Des Weiteren hält er den Tonus der Wange während des Pfeifens oder Spielens eines Blasinstruments. Bei Neugeborenen spielt er eine essenzielle Rolle bei der Saugbewegung an der weiblichen Mamma.

6 Embryologie

Der Musculus buccinator bildet sich - wie die übrige mimische Muskulatur - aus dem Mesenchym des 2. Kiemenbogens.

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