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Milz (Schwein)

Synonyme: Splen, Lien
Englisch: spleen

1 Definition

Die Milz ist das größte lymphatische Organ beim Schwein.

2 Anatomie

Die Milz der Schweine zeigt große Ähnlichkeit mit der Milz der Fleischfresser. Weiterführende Informationen zur Embryologie, Anatomie sowie Histologie können daher dort nachgelesen werden.

siehe auch: Milz (Fleischfresser)

Im folgenden Artikel werden somit nur die anatomischen Unterschiede angeführt.

2.1 Morphologie

Die Schweinemilz erscheint in hellroter Farbe, wobei sie nach der Exenteration durch Luftzutritt dunkel erscheint. Auf dem frischen Schnitt durch das Organ können die Milzkörperchen deutlich erkannt werden.

Das Organ ist lang bis lanzettenförmig (schmal-riemenförmig) gestaltet und hat ein sich verjüngendes ventrales Ende. Der Hilus lienis befindet sich auf einer kammartigen Erhebung auf der viszeralen Fläche. Der Querschnitt der Milz ist dreieckig.

Die Milz ist im Mittel 240 bis 450 mm lang und 35 bis 125 mm breit. Ihr Gewicht wird zwischen 90 und 335 g angegeben.

An der Milz können folgende Strukturen beschrieben werden:

2.2 Befestigung

Die Milz steht über ihre Facies gastrica (Abschnitt der Facies visceralis) mit der großen Kurvatur des Magens in Kontakt. Der restliche Anteil der Viszeralfläche stößt an Leer- und Grimmdarm.

Über das Ligamentum gastrolienale ist die Milz nur lose mit dem Magen verbunden. Aufgrund dieser lockeren Befestigung können die beim Schwein üblichen Milztorsionen entstehen. Im Ligamentum gastrolienale sind oftmals noch kleine Inseln mit milztypischen Geweben ausgebildet, die als Nebenmilzen (Lienes accessorii) bezeichnet werden.

3 Topographie

Die Lage der Milz hängt stark von der Füllung des Magens ab. Bei einem leeren bis nur mäßig gefüllten Magen liegt sie intrathorakal links in der Bauchhöhle. Dabei legt sie sich (fast senkrecht gestellt) der Pars costalis des Zwerchfells an. Das ventrale Ende überragt hierbei in manchen Fällen den Rippenbogen.

Bei einem stark gefüllten Magen erstreckt sich die Milz mit ihrem Margo caudalis bis zur letzten Rippe, sodass sie mit ihrem Ventralende über den Rippenbogen hinaus bis in die Regio umbilicalis vorstößt. Das dorsale Ende erreicht dabei den Fundus das Magens, die linke Niere und den linken Lappen des Pankreas.

4 Literatur

  • Nickel, Richard, August Schummer, Eugen Seiferle. Band II: Eingeweide. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere. Parey, 2004.
  • Breit, Sabine, Künzel, Wolfgang. Bau und Funktion der Atmungsorgane, von Herz, Kreislauf und Lymphorgane (Lymphorgane), SS 2015.

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