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Mikroonychie

Synonyme: Mikronychie, Nagelhypoplasie, Onychohypoplasie, Hypoonychie

1 Definition

Eine Mikroonychie ist eine Fehlbildung der Nägel, bei der die Nägel stark verkleinert sind.

2 Ätiologie

Bei der Mikroonychie ist die Nagelmatrix verschmälert und/oder verkürzt. Die Nagelplatte zeigt dadurch nur einen Teil ihrer normalen Ausdehnung, so dass der Nagel beim Blick von oben von ausgeprägten Weichteilwulsten umgeben ist. Ist die Mikroonychie besonders stark ausgeprägt, sind lediglich kleine Reste des Nagels vorhanden. Es können einer oder mehrere Finger- und/oder Fußnägel betroffen sein.

Die Mikroonychie kann eine Normvariante sein oder im Rahmen von Fehlbildungssyndromen auftreten, beispielsweise beim Iso-Kikuchi-Syndrom. Als erworbene Form tritt sie selten auf. Folgende Syndrome können ebenfalls ursächlich für eine Mikroonychie sein:

3 Diagnostik

Die Diagnose einer Mikroonychie wird meist klinisch direkt nach der Geburt gestellt, da die Nagelveränderungen in den meisten Fällen angeboren sind. Die weitere Diagnostik umfasst bildgebende Verfahren und molekulargenetische Untersuchungen, um ein ggf. zugrunde liegendes Fehlbildungssyndrom zu identifizieren.

4 Therapie

Eine Mikroonychie ist primär ein kosmetisches Problem, für das keine direkte Therapie existiert. Ggf. kann die Grunderkrankung behandelt oder die Fehlbildung mithilfe einer Nagelbetttransplantation korrigiert werden.

5 Quellen

  • Wolfgang Raab: Nagelerkrankungen in der dermatologischen Praxis. Springer Verlag, 2012

Fachgebiete: Dermatologie

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