Microdosing
Definition
Unter Microdosing versteht man die Applikation einer psychoaktiven Substanz (meist Halluzinogene) in einer Dosierung, die etwa 1/100 bis 1/10 der üblichen rekreativen Dosis entspricht. Ziel ist es, von den kognitiven oder emotionalen Effekten zu profitieren, ohne eine akute Veränderung des Bewusstseinszustands ("Trip",Halluzinationen) zu induzieren.
Hintergrund
Das Microdosing von psychoaktiven Substanzen ist eher ein lifestylebezogener Trend als ein pharmakologisches Konzept. Die Evidenzlage für Wirksamkeit bei Microdosing ist derzeit begrenzt und uneinheitlich (Stand 2026).
In der Pharmakologe wird Microdosing in der Arzneimittelentwicklung zur Erforschung der Pharmakokinetik eines Arzneistoffs eingesetzt.
Substanzen
Folgende Substanzen werden teilweise in Mikrodosierungen eingenommen:
Risiken
Bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Psychosen, Schizophrenie oder bipolaren Störungen kann auch eine geringe Stimulation destabilisierend wirken. Zudem können durch die Aktivierung des Sympathikus Tachykardien, Schwitzen, Hypertonie oder innere Unruhe auftreten.
Die meisten verwendeten Substanzen unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz und sind somit illegal.