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Leber (Pferd)

Synonym: Hepar
Englisch: liver

1 Definition

Die Leber des Pferdes ist das zentrale Stoffwechselorgan und kann mit der Leber des Menschen und der übrigen Haussäugetieren verglichen werden.

2 Anatomie

Die Funktion sowie der grundsätzliche Aufbau der Leber gleicht jenem der übrigen Haussäuger. Da Fleischfresser alle anatomischen Strukturen, die eine Leber aufweisen kann, besitzen, können funktionelle und anatomische Gegebenheiten (Flächen, Ränder, Befestigungen) dort nachgelesen werden.

siehe Hauptartikel: Leber (Fleischfresser)

2.1 Leberlappen

Die Pferdeleber kann in ihrer Gestalt eine gewisse Variabilität aufweisen. Aufgrund druckatrophischer Vorgänge, die durch die angrenzenden großen Bauchorgane (Colon dorsale dextrum, Magen) induziert werden, sind die oberflächlichen Merkmale deutlichen Unterschieden unterlegen. Folgende Leberlappen besitzen Pferde:

  • Lobus hepatis sinister, zweigeteilt:
    • Lobus hepatis sinister medialis
    • Lobus hepatis sinister lateralis
  • Lobus hepatis dexter (einheitlich)
  • Lobus quadratus (mehrere Einkerbungen)
  • Lobus caudatus, besitzt einen Fortsatz:
    • Proc. caudatus

Im Vergleich mit der Leber der Fleischfresser fehlt bei der Leber des Pferdes ein zweigeteilter rechter Leberlappen und ein Processus papillaris.

3 Topographie

Die Leber des Pferdes befindet sich zu mindestens zwei Dritteln rechts der Medianebene, wobei ihre lange Achse im Winkel von ca. 45° Grad zur Horizontalen verläuft und von links unten nach rechts oben geht. Der kranialste Punkt der Leber befindet sich links des Zwerchfellscheitels auf Höhe des 6. Interkostalraumes. Der deutlich dicker ausgebildete rechte Leberlappen reicht bis in den dorsalen Abschnitt des 16. IKR.

4 Klinik

Die Pferdeleber kann mittels Ultraschalluntersuchung aufgrund seiner kraniokaudalen Ausdehnung auf der rechten Seite durchgeführt werden. Dabei verläuft das Untersuchungsfeld in etwa entlang der hinteren Lungengrenze, wobei ihre Projektion auf die seitliche Körperoberfläche fast gänzlich von der Lunge überlagert wird. Aufgrund dieser Lagebeziehung ergibt sich beim Pferd eine kleine Zone relativer Lungendämpfung auf der rechten Seite, dicht angrenzend an die kaudale Lungengrenze.

Um eine rechtsseitige Leberpunktion durchführen zu können, muss eine Horizontale vom Sitzbeinhöcker zum 14. IKR gezogen werden, wobei an dieser Stelle zwischen den Rippen eingegangen werden muss.

5 Literatur

  • Salomon, Franz-Viktor, Hans Geyer, and Uwe Gille, eds. Anatomie für die Tiermedizin. Enke, 2008.

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