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Konversion

von lateinisch: convertere - verwandeln, hinwenden

1 Definition

Unter Konversion versteht man in der Psychologie einen Abwehrmechanismus, bei dem sich ein psychischer Konflikt durch somatische Symptome bemerkbar macht.

2 Hintergrund

Freud definiert die Konversion wie folgt: "Bei der Hysterie erfolgt die Unschädlichmachung der unverträglichen Vorstellung dadurch, dass deren Erregungssumme ins Körperliche umgesetzt wird, wofür ich den Namen der Konversion vorschlagen möchte."

Bei einer Konversion weisen die Betroffenen Symptome auf, bei denen kein Zusammenhang zwischen körperlicher Erkrankung und der vorhandenen Symptomatik erkennbar ist, jedoch ein Zusammenhang zwischen den Symptomen und belastenden Ereignissen vermutet werden kann.

Das bedeutet, dass ein Konflikt vom Bewusstsein nicht akzeptiert wird und in eine körperliche Erscheinung "konvertiert" wird. Diese körperliche Erscheinung steht dann häufig symbolhaft für den Konflikt. Symptome können beispielsweise Blindheit, Taubheit, Krampfanfälle oder Lähmungen sein.

3 Beispiel

Ein gerne zitiertes Beispiel handelt von einer Frau, die von ihrem Mann betrogen wird und "die Augen vor dieser Tatsache verschließen will". Sie erblindet, ohne dass ein organischer Befund vorliegt.

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