Katalytische Effizienz
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Englisch: catalytic efficiency
Definition
Die katalytische Effizienz ist in der Biochemie der Quotient aus Wechselzahl und Michaelis-Menten-Konstante eines Enzyms. Sie gibt die Leistungsfähigkeit eines Enzymes an.
Mathematischer Hintergrund
Wenn das Enzym gesättigt ist, entspricht die Reaktionsgeschwindigkeit der maximal möglichen Reaktionsgeschwindigkeit (vmax). Diese berechnet sich in diesem Fall aus der Reaktionsgeschwindigkeitskonstanten, mit welcher der Enzym-Substrat-Komplex das Produkt bildet (k2) multipliziert mit der gesamten Enzymkonzentration ([E]T):
Um dies mathematisch darzustellen, wird die Formel für die Wechselzahl ( kcat=vmax/[E]) nach vmax umgeformt und in die Michaelis-Menten-Gleichung eingesetzt. Es ergibt sich folgende Gleichung:
Bedeutung
Die katalytische Effizienz beinhaltet die Werte kcat und KM. Somit trifft sie sowohl eine Aussage darüber, wie schnell die Reaktion abläuft (kcat ), als auch, wie wahrscheinlich (KM) sie abläuft. Die katalytische Effizienz kann eine Aussage darüber treffen, welches Substrat von einem Enzym bevorzugt wird: Manche Enzyme wie Proteasen haben ein breites Substratspektrum. Wenn nun Keff-Werte des Enzyms zu verschiedenen Substraten bestimmt werden, kann die katalytische Effizienz herangezogen werden, um das optimale Substrat zu identifizieren. Daneben wird die katalytische Effizienz allgemein verwendet, um die Aktivität verschiedener Enzyme zu vergleichen.
Ein Kritikpunkt ist, dass sich die katalytische Effizienz aus zwei Werten berechnet, die experimentell ermittelt werden und oft eine hohe Standardabweichung aufweisen. Aus diesem Grund ist auch die katalytische Effizienz mit einem gewissen Fehler behaftet. Daneben muss für den Vergleich verschiedener Keff-Werte berücksichtigt werden, dass sich die enzymkinetischen Parameter je nach Assay und Reaktionsbedingungen (Temperatur, pH-Wert, Ionenstärke, ...) unterscheiden. Somit ist auch Keff von den Reaktionsbedingungen abhängig.
Begrenzung der katalytischen Effizienz
Der Wert für die kataytische Effizienz wird durch die Bildungsgeschwindigkeit des Enzym-Substrat-Komplexes (k1) begrenzt. Die schnellste Bildungsgeschwindigkeit entspricht der Diffusionsgeschwindigkeit. Die maximalen Werte für die katalytische Effizienz liegen somit bei zwischen und . Solche Enzyme werden als katalytisch perfekte Enzyme bezeichnet. Beispiele hierfür sind die Acetylcholinesterase oder die Carboanhydrase.
Literatur
- Berg J, Stryer L, Tymoczko JL. Stryer Biochemie, 7. Auflage, Springer, 2013