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Hyalomma

von altgriechisch: hyalos - Glas; omma - Auge
Englisch: hyalomma

1 Definition

Als Hyalomma bezeichnet man eine Zecken-Gattung innerhalb der Familie der Schildzecken (Ixodidae)

2 Taxonomie

3 Morphologie

Hyalomma-Arten sind mittelgroße bis große Zecken, die zwischen 5 und 6 mm lang werden. Die Zeckengattung ist vor allem durch die charakteristischen Augen, das lang ausgezogene Capitulum sowie die langen Palpen gekennzeichnet.

4 Entwicklung

Hyalomma-Arten sind 2- oder 3-wirtige Zecken. Das heißt, dass die Parasiten - je nach Art - während ihrer Entwicklung zwei oder drei unterschiedliche Wirte benötigen, um die einzelnen Entwicklungsstadien durchlaufen zu können.

5 Vertreter

Die Gattung Hyalomma besteht aus etwa 30 Arten. Die wichtigsten Vertreter sind:

6 Verbreitung

Hyalomma-Arten kommen in ariden und semiariden Gebieten Afrikas, Asiens und Südeuropa vor. Obwohl in Nord- und Mitteleuropa keine von den etwa 30 Hyalomma-Arten autochthon ist, werden immer wieder Larven und Nymphen von Zugvögeln eingeschleppt.

Im Jahr 2018 wurde durch die Veterinärmedizinische Universität Wien erstmals das Auftreten von Hyalomma marginatum in Österreich bestätigt.

7 Erreger

Hyalomma-Arten können als Vektoren verschiedene Krankheitserreger auf Menschen und Tiere übertragen. Zu beachten ist, dass einige der unten angeführten Erreger auch durch andere Zeckenarten übertragen werden können.

Krankheitserreger Erkrankung  Vektoren  Wirte
CCHF-Virus Krim-Kongo-Fieber Hyalomma marginatum, Hyalomma truncatum Mensch, Kleinsäuger
Rickettsia aeschlimannii unbekannt Hyalomma marginatum Mensch
Rickettsia sibirica mongolitimonae Nordasiatisches Zeckenstichfieber Hyalomma asiaticum Mensch u.a.
Babesia occultans unbekannt Hyalomma marginatum Rind
Babesia ovis Babesiose Hyalomma anatolicum excavatum Schaf
Babesia caballi Babesiose Hyalomma truncatum Equidae
Theileria annulata Theileriose Hyalomma anatolicum Rind
Theileria hirci Theileriose Hyalomma anatolicum Schaf, Ziege
Theileria equi Theileriose Hyalomma anatolicum, Hyalomma marginatum, Hyalomma detritum Equidae

8 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

9 Quellen

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