Glycerin-3-phosphat
Synonyme: Glycerophosphat, Glycerol-3-phosphat, α-Glycerophosphat, 3-Phosphoglycerol
Englisch: glycerol 3-phosphate
Definition
Glycerin-3-phosphat, kurz G3P, ist das erste Zwischenprodukt bei der Synthese von Triacylglycerinen aus Fettsäuren und Glycerin.
Biochemie
G3P entsteht überwiegend durch die Reduktion von Dihydroxyacetonphosphat (DHAP), einem Intermediat der Glykolyse, mittels der zytosolischen, NADH-abhängigen Glycerin-3-phosphat-Dehydrogenase (GPD1):
Die Reaktion ist reversibel und abhängig vom zellulären NADH/NAD⁺-Verhältnis.
In Leber und Niere kann G3P zusätzlich direkt aus Glycerin durch die Glycerinkinase gebildet werden. In Adipozyten stammt G3P hingegen nahezu ausschließlich aus der Glykolyse, da dort keine Glycerolkinase exprimiert wird.
Die mitochondriale, FAD-abhängige Glycerin-3-phosphat-Dehydrogenase (GPD2) oxidiert G3P im Rahmen des Glycerol-3-phosphat-Shuttles wieder zu DHAP und überträgt die Elektronen auf Ubichinon der Atmungskette.
Funktion
Glycerin-3-phosphat ist Ausgangssubstanz für:
- die Synthese von Triacylglycerinen (Acylierung mit Fettsäure-CoA)
- die Biosynthese von Glycerophospholipiden
Quelle
- Heinrich et al., Biochemie und Pathobiochemie. 9. Auflage. Springer Medizin. 2014