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Gerstmann-Syndrom

1 Definition

Das Gerstmann-Syndrom ist ein medizinisch-psychologisches Phänomen, bei dem die Patienten unter einer Reihe kognitiver Defizite leiden, ohne eine verminderte Intelligenz aufzuweisen. Alltägliche Dinge, wie die Unterscheidung zwischen links und rechts gelingen nur noch unzureichend.

2 Hintergrund

Der Symptomkomplex tritt in den meisten Fällen als Begleiterscheinung einer anderen neurologischen Störung auf - vor allem nach Schlaganfall oder andere Läsionen des Gehirns, die den Lobulus parietalis inferior betreffen. Aufgrund der Tatsache, dass das Gerstmann-Syndrom fast nie isoliert auftritt, herrscht in medizinischen Fachkreisen Uneinigkeit darüber, ob die Krankheit überhaupt als eigenständige Diagnose anzusehen ist.

3 Geschichte

Das Syndrom wurde erstmals 1924 von dem Österreichischen Neurologen Josef Gerstmann beschrieben, der auch Namensgeber ist.

4 Symptome

  • der Patient hat Schwierigkeiten, die eigenen Zehen und Finger zu benennen (Finger- und Zehen-Agnosie)
  • der Patient verwechselt rechts und links
  • das Schreiben fällt dem Patienten sehr schwer, obwohl weder direkt motorische noch kognitive Defizite vorliegen (Agraphie)
  • dem Patienten fällt das Rechnen schwer, ebenfalls ohne dass dafür eine kognitive Ursache vorliegen würde (Akalkulie)

5 Diagnose

Die eigentliche Diagnose ergibt sich aus o. g. Symptomatik, wenn gleichzeitig eine geistige Behinderung als solche ausgeschlossen werden kann. Das Gerstmann-Syndrom ist meistens Folge einer Läsion des Hirngewebes im Bereich Gyrus supramarginalis oder des Gyrus angularis. Ursache kann hierbei ein Schlaganfall, eine Hirnverletzung oder ein Tumor sein.

6 Therapie

Die Therapie besteht in der Behandlung der Grunderkrankung.

Diese Seite wurde zuletzt am 23. Januar 2018 um 23:20 Uhr bearbeitet.

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