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Frambösie

von französisch: framboise - Himbeere
Synonyme: Framboesia tropica, Polypapilloma tropicum, Buba, "Himbeerseuche"
Englisch: yaws

1 Definition

Frambösie ist eine Tropenkrankheit aus der Gruppe der Treponematosen, die in erster Linie die Haut, die Knochen und die Gelenke befällt. Sie wird durch das Bakterium Treponema pallidum pertenue ausgelöst.

2 Epidemiologie

Da der Erreger der Frambösie eine gewisse Umgebungstemperatur und -feuchtigkeit benötigt, tritt die Erkrankung vorwiegend in den tropischen Gebieten Afrikas, Südamerikas und Ozeaniens auf. In der Mehrzahl der Fälle befällt die Erkrankung Kinder. Der Erkrankungsgipfel liegt zwischen 6 und 10 Jahren.

Für die globale Prävalenz der Erkrankung gibt es keine genauen Angaben. Ältere Schätzungen der WHO (1995) gehen weltweit von 2 bis 5 Millionen Infizierten aus.

3 Erreger

Der Erreger der Frambösie ist Treponema pallidum pertenue, ein gramnegatives, spiraliges Bakterium aus der Gruppe der Spirochäten.

4 Symptome

Die Erkrankung durchläuft verschiedene Stadien:

4.1 Primärstadium

Die Krankheit beginnt mit schmerzlosen, rundlichen Hautknoten mit einem Durchmesser von 2 bis 5 cm, die jucken, nässen und zentral ulzerieren können. Die regionalen Lymphknoten sind geschwollen. Dieser Primäraffekt heilt nach 3 bis 6 Monaten ab.

4.2 Sekundärstadium

Nach einem kurzen symptomfreien Intervall von einigen Wochen oder länger kommt es zu einem generalisierten Hautbefall, der Hand- und Fußsohlen einbezieht. Es bilden sich Papeln, die aufbrechen, und dadurch dem Prinäraffekt ähneln. Die Hautveränderungen sind häufig superinfiziert.

4.3 Tertiärstadium

Nach einem symptomfreien Intervall von Wochen bis Jahren kommt es im Tertiärstadium zum Befall des Skelettsystems mit der Bildung von Gummata, die von Knochen- und Gelenkschmerzen begeleitet ist. Die befallenen Knochen können sich deformieren (Säbelscheidentibia, Sattelnase). Zusätzlich kann eine Fatigue auftreten.

5 Diagnostik

6 Therapie

Die Gabe von Antibiotika - z.B. Penicillin, Azithromycin oder Tetrazyklin - führt im Primär- und Sekundärstadium zu einer Heilung der Erkrankung. Die Gewebedestruktionen des Tertiärstadiums sind jedoch weitgehend irreversibel.

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