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Epiduralraum

von lateinisch: epi - auf, über; dura - hart
Synonym: Periduralraum, Spatium peridurale, Spatium epidurale, Cavum peridurale, Cavum epidurale
Englisch: epidural space

1 Definition

Der Epiduralraum, klinisch auch Periduralraum genannt, ist ein zwischen den beiden Durablättern, also dem Stratum periostale (welches fest mit dem Periost des Knochens verwachsen ist) und dem Stratum meningeale (der Dura mater im engeren Sinn) gelegener Spaltraum im Bereich der Rückenmarkshäute bzw. des Spinalkanals.

Im Bereich des Gehirns ist dieser Spaltraum physiologischerweise nicht vorhanden, da Periost und Stratum periostale, sowie die beiden Durablätter selbst miteinander verwachsen sind. Es kann jedoch z.B. nach einem Schädel-Hirn-Trauma zu einer Epiduralen Blutung kommen, häufig betroffen ist hierbei die Arteria meningea media, diese verläuft Periostal, also zwischen Periost des Knochens und Stratum periostale der Dura. Das so entstandene Epiduralhämatom befindet sich also zwischen Knochen und Dura Mater. Selten kommt eine Epiduralblutung in der Wirbelsäule vor.

2 Anatomie

Der physiologische, die Rückenmarkshäute betreffende Epiduralraum wird vom Stratum periostale und vom Stratum meningeale der Dura mater spinalis eingeschlossen. Er ist mit Binde- und Fettgewebe ausgefüllt und enthält den Plexus venosus vertebralis internus. Der Epiduralraum endet etwa in Höhe des 2. Sakralwirbelkörpers (SWK 2), bei Neugeborenen etwas tiefer (SWK 4). Er verjüngt sich zum Filum terminale hin.

Fachgebiete: Zentralnervensystem

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