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Enterohepatischer Kreislauf

Englisch: enterohepatic circulation

1 Definition

Als enterohepatischer Kreislauf wird die Zirkulation verschiedener Substanzen von der Leber über die Gallenblase zum Darm und wieder zurück zur Leber bezeichnet. Bestimmte Substanzen zirkulieren so bis zu 12 mal am Tag.

2 Prinzip

Die mit der Nahrung aufgenommenen Substanzen gelangen nach Aufnahme durch die Darmwand in die Vena portae (Pfortader), welche die Substanzen zunächst zur Leber transportiert. In der Leber wird unter anderem Galle produziert, welche in der Gallenblase gespeichert und schließlich in den Darm abgegeben wird. Hier dient die Galle der Emulgierung verschiedener Fette und ermöglicht damit ihre Spaltung durch Lipasen (fettspaltene Enzyme) und die anschließende Aufnahme durch die Enterozyten der Darmwand. Im terminalen Ileum wird die Galle zu einem Großteil wieder resorbiert und gelangt über die Vena portae zurück zur Leber.

Neben der Galle betrifft der enterohepatische Kreislauf auch andere Substanzen wie einige Medikamente und Gifte, die oral aufgenommen und im Darm resorbiert werden. Auch Vitamin B12 (Cobalamin) unterliegt dem enterohepatischen Kreislauf. Dadurch kommt es beim Menschen zu einer sehr langen Speicherkapazität an Vitamin B12, was für hydrophile (wasserlösliche) Vitamine eher untypisch ist.

3 Pathophysiologie

Der enterohepatische Kreislauf kann in diversen Situationen vermindert sein und unter Umständen zum Gallensäureverlust-Syndrom führen, darunter z.B. durch:

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