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DWI-Sequenz

Englisch: diffusion weighted imaging

1 Definition

Eine DWI-Sequenz ist eine MRT-Sequenz, welche eine zentrale Rolle bei der Infarktdiagnostik spielt. DWI steht für "diffusion weighted imaging".

2 Hintergrund

Die DWI-Sequenz ist eine T2-ähnliche Sequenz. Sie misst die Diffusion von Wassermolekülen. Wenn mehr Diffusion vorhanden ist, wird das Bild dunkel. Alle frischen Infarkte erscheinen hell, weil im Infarktbezirk Wasser schlechter diffundiert.

In der ischämischen Zone brechen die Ionentransporter wegen Energiemangels zusammen, es kommt zum Wassereinstrom in die Zellen (zytotoxisches Ödem), die Wassermoleküle diffundieren weniger frei. Deshalb erscheint das zytotoxische Ödem in der DWI-Sequenz als heller Fleck. Bei den vasogenen Ödemen (Hirnödem), hervorgerufen durch eine Störung der Blut-Hirn-Schranke, wird ein dunkles Bild erzeugt.

Da die DWI-Sequenz aus technischen Gründen der T2-Sequenz ähnelt, kann es sich bei einem hellen Fleck eventuell auch nur um Wasser handeln. Um zu differenzieren, wendet man ADC-Maps an, die ein Negativbild darstellen. Hierbei gibt es keinen Shine-through-Effekt.

Man findet Läsionen mit reduzierter DWI-Sequenz auch bei Krankheitsbildern, die nicht einem Schlaganfall entsprechen, z.B. bei Abszessen, Tumoren und demyelinisierenden Erkrankungen (z.B. MS, Devic-Syndrom, akute disseminierte Enzephalomyelitis)

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Fachgebiete: Neurologie

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