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Blastomykose

1 Definition

Unter einer Blastomykose versteht man eine Infektion mit Blastomyces dermatitidis.

ICD-10-Code: B40.-

2 Epidemiologie

Man findet die Blastomykose vor allem im Mississippibecken und im Osten und Süden der USA, Einzelfälle des Auftretens in Mittelamerika und Afrika wurden beschrieben.

3 Pathogenese

Blastomyces dermatitidis ist als Fadenpilz im Erdboden zu finden und wird aerogen oder transkutan übertragen. In der Lunge erfolgt die Vermehrung als Hefe.

4 Klinik

Die pulmonale Form der Blastomykose imponiert durch unspezifische, grippale Symptome, die in tuberkuloseähnliche Symptome übergehen können. Eine Dissemination ist häufig, vor allem in die Knochen, wobei es zur Fistelbildung in die Haut kommen kann.

Die kutane Form entsteht entweder durch direkte Inokulation von Blastomyces dermatitidis oder durch Streuung aus einem Herd in der Lunge und manifestiert sich durch kleine, granulomähnliche Knötchen. Diese Knötchen können im Verlaufe der Erkrankung ulzerös einschmelzen und schließlich zentral vernarben.

Wird eine Blastomykose nicht behandelt, ist die Letalität sehr hoch.

5 Nachweis

Der Nachweis kann mikrokopisch im Direktpräparat aus dem Eiter der Hautmanifestation, aus Sputum, aus einer Bronchiallavage oder aus Biopsien erfolgen, wobei man unter dem Mikroskop Hefezellen sieht. Ein kultureller Nachweis ist ebenfalls möglich.

6 Therapie

Die Therapie erfolgt mit Itraconazol oder Amphotericin B.

Fachgebiete: Mikrobiologie

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