Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Bruton-Tyrosinkinase

(Weitergeleitet von BTK)

1 Definition

Die Bruton-Tyrosinkinase, kurz BTK, ist eine Tyrosinkinase, die vor allem von B-Zellen exprimiert wird.

2 Biochemie

Die Bruton-Tyrosinkinase spielt eine wichtige Rolle bei der Reifung der B-Zellen und bei der Aktivierung von Mastzellen. Als Signalmolekül wirkt das Enzym in den intrazellulären Übertragungswegen des B-Zell-Antigenrezeptors (BCR) und des Zytokinrezeptors mit.

Die Primärstruktur von BTK besteht aus 658 Aminosäuren. Die Tyrosinkinase enthält eine PH-Domäne am N-Terminus, die Phosphatidylinositol-3,4,5-trisphosphat (PIP3) bindet. Wenn sich PIP3 an die Domäne anlagert, führt das dazu, dass BTK die Phospholipase C phosphoryliert. Diese wiederum hydrolysiert Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2) in zwei Second messenger, Inositoltriphosphat (IP3) und Diacylglycerol (DAG). Beide Messenger steuern die Aktivität der B-Zelle im Rahmen der Immunantwort.

3 Genetik

Das BTK-Gen befindet sich auf dem X-Chromosom an Genlokus Xq22.1.

4 Phamakologie

Die Aktivität der Bruton-Tyrosinkinase kann durch bestimmte Tyrosinkinaseinhibitoren, die BTK-Inhibitoren, gehemmt werden. Sie werden bei B-Zell-Lymphomen eingesetzt.

5 Klinik

Eine Mutation der Bruton-Tyrosinkinase führt zum Bruton-Gitlin-Syndrom, einem Immundefekt, der auf fehlender Aktivität der B-Zellen beruht.

Fachgebiete: Biochemie

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

2 Wertungen (4.5 ø)

168 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: