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Atopie

von altgriechisch: ἄτοπος ("átopos") - ortslos"
Englisch: atopy

1 Definition

Unter einer Atopie versteht man eine genetisch determinierte Bereitschaft, auf aerogenen, gastrointestinalen oder kutanen Kontakt mit natürlichen oder künstlichen Umweltstoffen mit gesteigerter IgE-Bildung zu reagieren, also mit einer allergischen bzw. immunologischen Reaktion vom Soforttyp (Typ-I-Allergie).

2 Atopische Krankheitsbilder

Typische Manifestationen einer Atopie bilden sich an den Grenzflächen der respiratorischen und gastrointestinalen Schleimhäute sowie an der Haut. Zu den klassischen atopischen Erkrankungen zählen daher:

3 Pathogenese

Aufgrund einer mangelnden T-Zellregulation herrscht ein Ungleichgewicht zwischen TH1-Zellen und TH2-Zellen. Dieses Ungleichgewicht führt zu einer überwiegenden TH2-Immunantwort mit einer überschießenden Bildung von IgE-Antikörpern. Diese IgE-Antikörper binden an entsprechende Oberflächenrezeptoren von Mastzellen, die zur Degranulation und damit zur Ausschüttung von Anaphylatoxinen wie Histamin, Leukotrienen und Prostaglandinen stimuliert werden. Eine Folge ist u.a. eine Vasodilatation und eine erhöhte kapilläre Gefäßpermeabilität ("Leckage").

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