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Apoptose-Inhibitor

Abkürzung: IAP
Englisch: Inhibitor of Apoptosis Protein

1 Definition

Apoptose-Inhibitoren, kurz IAPs, sind Proteine, die unter anderem als endogene Inhibitoren für die Apoptose wirken.

2 Hintergrund

IAPs gehören einer hochkonservierten Proteinfamilie an und sind durch das Vorhandensein mindestens einer N-terminal gelegenen Baculovirus-IAP-Repeat-Domäne (BIR) gekennzeichnet. Über diese Interaktionsdomänen können IAPs an weitere Proteine und Adaptermoleküle binden. Ihre Expression wird durch bestimmte Wachstumsfaktoren stimuliert.

Bis heute (2021) sind 8 IAPs im Menschen bekannt:

3 Biochemie

Die Mitglieder der IAP-Familie haben verschiedene Funktionen. Dazu zählen die Regulation der Zytokinese sowie die Signalübertragung an den Rezeptoren des angeborenen Immunsystems.

Die IAPs cIAP1, cIAP2 und XIAP spielen zudem eine wichtige Rolle als Zelltodinhibitoren. Das Protein XIAP kann im Apoptose-Signalweg die Caspasen 3, 7 und 9 hemmen und vermittelt zudem die Ubiquitinylierung der Caspasen 3 und 7 und somit deren Abbau durch Proteasomen. cIAP1 und -2 induzieren den TNF-alpha-vermittelten Zelltod durch Polyubiquitinierung des Proteins RIP1.

Der natürliche Gegenspieler von XIAP, cIAP1 und cIAP2 ist das Protein Smac/DIABLO.

4 Klinische Relevanz

Eine Überexpression einiger Mitglieder der IAP-Familie führt zu einer Resistenzvermittlung von Tumoren gegenüber gängigen Behandlungsverfahren.

5 Literatur

  • "Duale Reihe Biochemie" - Joachim Rassow et. al., Thieme-Verlag, 3. Auflage

Diese Seite wurde zuletzt am 8. Januar 2021 um 21:05 Uhr bearbeitet.

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