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Aelurostrongylus abstrusus

von altgriechisch: ailouros - Katze und strongylos - rund, zylindrisch

1 Definition

Aelurostrongylus abstrusus ist ein Nematode (Rundwurm) aus der Familie Angiostrongylidae und Verursacher der Aelurostrongylose der Katze.

2 Taxonomie

3 Erreger

Die Männchen werden 6 mm, die Weibchen hingegen 9 bis 14 mm lang. Die Erstlarve (L1) misst zwischen 360 und 400 µm und ist durchsichtig. Die Würmer parasitieren hauptsächlich in den Bronchiolen und Alveolargängen von Katzen.

4 Vorkommen

Aelurostrongylus abstrusus ist weltweit verbreitet.

5 Epidemiologie

Die Prävalenzen in Mitteleuropa betragen zwischen 2 und 4 % (Kotuntersuchungen). Sektionsbefunden zufolge waren 16 % von 155 Hauskatzen in Ostdeutschland mit dem Parasiten infiziert.

6 Entwicklung

Die Weibchen legen in der Lunge die Eier ab, die rasch eine Erstlarve (L1) ausbilden. Nachdem diese geschlüpft sind, wandern sie über die Trachea in den Pharynx, wo sie wieder abgeschluckt werden. Nach der Magen-Darm-Passage gelangen sie über den Kot in die Umwelt.

Damit die Parasiten ihre Entwicklung fortsetzen können, müssen sie in geeignete Zwischenwirte (verschiedene Nackt- und Gehäuseschnecken) eindringen. In diesen entwickeln sie sich von der Erst- zur Drittlarve (L3) weiter und erlangen Infektionspotenzial. Als paratenische Wirte kommen alle schneckenverzehrenden Tiere (Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere) in Frage.

Nachdem Katzen infizierte Schnecken oder paratenische Wirte peroral aufgenommen haben, wandern die Parasiten über den Blut- und Lymphweg in die Lunge - der genaue Mechanismus ist derzeit (2019) noch unklar. Dort erlangen sie nach ca. 6 Wochen die Geschlechtsreife.

7 Klinik

Sowohl um die Würmer, als auch um die angesammelten Eier bilden sich 1 bis 10 mm große, überwiegend subpleural liegende, feste, gelblich-graue granulomatöse Knötchen. Diese wölben sich deutlich über die Lungenoberfläche vor und können bereits makroskopisch im Zuge der Sektion erkannt werden.

Ein schwerer Befall führt zu konfluierenden Läsionen. Leichte Infektionen hingegen bleiben meist symptomlos. Stärker infizierte Tiere zeigen Husten, Niesen, Nasenausfluss, Tachypnoe, Kümmern und können auch verenden.

8 Literatur

  • Eckert, Johannes, Friedhoff, Karl Theodor, Zahner, Horst, Deplazes, Peter. Lehrbuch der Parasitologie für die Tiermedizin. 2., vollständig überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2008.

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