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Metabolisches Syndrom

Synonyme: Syndrom X, Insulinresistenzsyndrom, IRS, "tödliches Quartett"
Englisch: metabolic syndrome

1 Definition

Der Begriff Metabolisches Syndrom bezeichnet die Kombination von gestörtem Kohlenhydratstoffwechsel (Insulinresistenz), Hypertonie, Dyslipoproteinämie (Erhöhung der VLDL- bei gleichzeitiger Erniedrigung der HDL-Lipoproteine) und abdomineller (stammbetonter) Adipositas.

2 Epidemiologie

Die Prävalenz des metabolischen Syndroms ist schwer zu bestimmen, da verschiedene Kriterien, etwa für den Taille-Hüft-Quotient, je nach Gesellschaft (WHO, International Diabetes Federation) variieren. Nach einer Studie von 2015 schwankte der Anteil in der arbeitenden, deutschen Bevölkerung daher zwischen 0,9 und 7,3%.

3 Pathophysiologie

Der dem metabolischen Syndrom wahrscheinlich zugrunde liegende Defekt ist eine periphere Insulinresistenz und die damit verbundene chronische Hyperinsulinämie. Das metabolische Syndrom wird als Vorstufe des Diabetes mellitus Typ 2 (Prädiabetes) angesehen.

4 Diagnose

Nach den ATP-III-Kriterien wird die Diagnose eines metabolischen Syndroms gestellt, wenn mindestens drei der folgenden fünf Komponenten vorliegen:

  • Abdominale Fettgewebsvermehrung mit androider Fettverteilung (Taillenumfang > 94 cm bei Männern, > 80 cm bei Frauen)
  • Nüchtern-Triglyceride von mindestens 150 mg/dl
  • HDL-Fraktion von unter
    • 50 mg/dl (bei Frauen)
    • 40 mg/dl (bei Männern)
  • Systemarterieller Blutdruck von mindestens 130/85 mmHg
  • Nüchternblutzucker von mindestens 110 mg/dl

5 Risikofaktoren

6 Quellen

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