Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.

Akute-Phase-Protein

(Weitergeleitet von Akutphasenprotein)

1 Definition

Als Akute-Phase-Proteine bezeichnet man Proteine, die im Rahmen von Gewebeschädigungen (Traumata, Infektionen) als Teil der unspezifischen Immunreaktion (Akute-Phase-Reaktion) innerhalb von 6-48 Stunden vermehrt im Blut auftreten.

Je nach Auslöser und Verlauf erhöht sich ihre Konzentration dabei auf das 1.000-2.000fache. Ihre Synthese wird durch Interleukin-1 und Interleukin-6 induziert.

siehe auch: Normalwerte, Entzündungsparameter

2 Funktionen

Die zahlreichen Aufgaben der Akute-Phase-Proteine umfassen:

  • Lokalisierung der Entzündung
  • Verhinderung der Ausbreitung
  • Unterstützung des Immunsystems bei der Sanierung des Entzündungsherdes

3 Beispiele

4 Anti-Akute-Phase-Proteine

Die Antagonisten werden auch als "negative Akute-Phase-Proteine" bezeichnet und zeigen sinkende Serumkonzentrationen bei akuten Entzündungen. Zu ihnen zählen u.a.

5 Klinische Bedeutung

Die Eigenschaft bestimmter Proteine, im Rahmen der Akute-Phase-Reaktion zu steigen oder zu fallen, ist für die Interpretation dieser Laborparameter wichtig. So kann ein mildes von-Willebrand-Syndrom nicht ausgeschlossen werden, wenn der von Willebrand-Faktor bei einem Unfallopfer bestimmt wird und nicht vermindert ist, da die Konzentration gerade durch die Akute Phase erhöht sein kann und im Normalfall deutlich niedriger liegt. Ebenso schließt ein niedrig-normales Serum-Ferritin bei einem Patienten mit akutem Infekt einen Eisenmangel nicht aus.

Um diesen Artikel zu kommentieren, .

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

16 Wertungen (3.38 ø)
Teilen

101.263 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
DocCheck folgen: