16.292 Aufrufe
Englisch: thyroid hormones


Schilddrüsenhormone sind die Botenstoffe (Hormone), die von der Schilddrüse gebildet werden. Man unterscheidet Schilddrüsenhormone aus zwei Substanzklassen:
Noch wenig erforschte Derivate der Jodothyronine sind Jodothyroacetate und Thyronamine.
Thyroxin (T4) wird zu dem 3 bis 5-fach wirksameren Trijodthyronin (T3) peripher Selen-abhängig durch Deiodasen deiodiert. Beide Verbindungen sind hydrophob und entstehen enzymatisch aus Vorläufermolekülen.
Die Sekretion geschieht mittels Diffusion, der Transport erfolgt gebunden an Plasmaproteine und spezielle Transportproteine. Die Halbwertszeit und Wirkungsdauer beläuft sich auf einige Tage. Der Abbau wird in der Leber durch Glukuronierung und Sulfatierung erreicht. Die Rezeptoren befinden sich im Zellkern und die Stoffe wirken auf die Transkription und mRNA-Stabilität.
Die beiden jodhaltigen Amine Thyroxin und Trijodthyronin steuern die Stoffwechselaktivität und die Differenzierung des Organismus, Calcitonin ist an der Regulation des Kalzium-Haushaltes beteiligt, spielt aber im Vergleich zu Parathormon und D-Hormon eine untergeordnete Rolle. Im Gegensatz dazu ist die Bedeutung von T3 und T4, deren Sekretionsrate im Rahmen des thyreotropen Regelkreises durch TSH gesteuert wird, sehr hoch.
Eine Überversorgung des Organismus mit Schilddrüsenhormonen wird als Thyreotoxikose bezeichnet, ein Mangel als Hypothyreose.




herzmedizin - Heft 04/2009 Fortschritte der der Therapie bei koronarer Herzkrankheit und Herzinsuffizienz
Zeitschrift für kardiovaskuläre Erkrankungen, Prävention und Rehabilitation
2,99 € je Artikel
|
Daten werden geladen... |
